Upcycling

Hochwertige Produkte aus nicht mehr benötigten Abfallmaterialien herzustellen, hat sich das Zentrum für Wohnungslose in Bensheim zur Aufgabe gemacht. Aus alten Paletten, die eine Bensheimer Firma spendet, stellt das Zentrum hochwertige Garten-und Terrassenmöbel sowie andere Produkte für den Gartenbereich her.

Ulrike Röder/Fachanleitung Landpflege und Reinhold Jöck/Pädagogischer Mitarbeiter des Zentrums, betreuen dieses nachhaltige Projekt. Die Produktpalette ist vielfältig:

Terrassenbänke und -tische, Insektenhotels, Nistkästen, Kindermöbel und Hochbeete/Pflanzkästen u.a. gehören zu dem vielfältigen Angebot.

Job verloren, Suchtprobleme und schließlich die Wohnung verloren! So oder so ähnlich mag es Frank Heer und Sven Hilsheimer, zwei Bewohner des Zentrums für Wohnungslose, ergangen sein. Sie sind die beiden „Macher“ des Projektes und können hier ihre „handwerklichen Talente“, die sie als Umzugshelfer bzw. Möbelmonteur früher erworben haben, einbringen.

Ein tolles Projekt, das Unterstützung verdient! Gegen ein Spende können diese Produkte erworben werden!

Mehr erfahren Sie unter:

Spende aus Frankfurt für bergsträßer Wohnungslose

Internationale Hilfsorganisation überbringt Bensheimer Förderverein Kleidung und Schokolade

Der Förderverein Hilfen für Wohnungslose e.V. mit Sitz in Bensheim wurde jetzt mit einer großen Sachspende bedacht. Am Dienstag übergaben Vorstandsmitglied Angelika Franke und Logistikchef Felix Groh von der humanitären Organisation Luftfahrt ohne Grenzen/Wings of Help e.V.  aus Frankfurt eine große Anzahl neuer Trainingsanzüge, Corona-Gesichtsmasken, neue Poloshirt/, T-Shirts, Socken, Mützen, Jacken, Schals und zusätzlich größere Mengen Schokolade an Elke Ditter und Helmut Hörtler vom Vorstand des Fördervereins. Björn Metzgen als Leiter des Zentrums für Wohnungslose am Weidenring nahm diese Spenden gern entgegen und gab sie gleich zur Verteilung an die Hausbewohner weiter.

Gerade in einer Zeit, in der so Vieles eingeschränkt ist, ist für die Menschen, deren „Zuhause“ lediglich ein Bett und evtl. noch ein Zimmer ist, eine solche Gabe Wertschätzung und Hilfe zugleich.

Luftfahrt ohne Grenzen/Wings of Help e.V. mit Sitz am Frankfurter Flughafen ist ein Verein, der weltweit Menschen in Not hilft. Dabei werden unmittelbar notleidende Kinder und Familien nach Natur- und humanitären Katastrophen sowie der Transport medizinischer Notfälle aus aller Welt zu ärztlicher Behandlung nach Deutschland als Aufgaben angesehen. Auch in der eigenen Region, im Rhein-Main-Gebiet, kümmert sich die Organisation um Bedürftige, etwa in Frankfurt oder Mainz – und hat dabei auch die Bedürftigen an der Bergstraße nicht vergessen. 

 Neben zahlreichen Hilfsprojekten weltweit, unter anderem in Haiti/Pakistan (Erdbeben), Myanmar/Indonesien/Japan (Tsunami), Syrien/Irak/Griechenland (Flüchtlinge) und Mosambik (aktuelle Zyklon-Katastrophen), baut die Organisation für Kinder und Jugendliche Computerschulen auf, wie etwa in Myanmar, Nepal, Puerto Rico und Kurdistan. Das Credo: Bildung ist die nachhaltige Basis junger Generationen, die über elektronische Medien neue Perspektiven und Chancen erhalten und somit Zugang zum Rest der Welt finden. Die im Jahr 2003 gegründete gemeinnützige und mildtätige Hilfsorganisation arbeitet mit Fluggesellschaften, Logistikfirmen und einer Vielzahl renommierter deutscher und global engagierter Unternehmen zusammen. In den 17 Jahren, seit Gründung, hat Luftfahrt ohne Grenzen/Wings of Help e.V. schnell und unbürokratisch Hilfsgüter, Lebensmittel und dringend benötigte pharmazeutische Präparate im Gesamtwert von über 120 Millionen Euro und einem Volumen von mehr als 6.000 Tonnen zu notleidenden Menschen auf allen Kontinenten gebracht.

Elke Ditter, Vorstandsvorsitzende des Fördervereins im Interview mit einem Vertreter von Wings of Help

Spende für Wohnungslose

Der Förderverein Hilfen für Wohnungslose e.V. freut sich zum Jahresende über eine Spende für die Einrichtung des Zentrums, in dem die Wohnungslosen übernachten und auch lernen können, wieder im eigenen Hausstand zu leben.

Alex Tempels, Generalvertreter der Signal Iduna mit Sitz in Grasellenbach, hatte im Freundeskreis über seine Bereitschaft gesprochen, dieser Personengruppe eine Spende zu kommen zu lassen. Er hat bereits Kontakt zu ähnlichen Stellen im Odenwald  und möchte hier an weiterer Stelle helfen.

Isabell Ehrhardt, Vorstandsmitglied im Förderverein Hilfen für Wohnungslose e.V., hat sofort reagiert. Das Zentrum wird seit 20 Jahren bewohnt, die Wiedereingliederungsappartement sind also seit 20 Jahren mit wechselnden Bewohnern belegt. Sowohl die Küchen als auch die einfachen Möbel müssen dringend ersetzt werden. Mit einer Spende in dieser Höhe kann ein Appartement wieder neu bestückt werden.Björn Metzgen, der Leiter des Zentrums, hat Kostenvoranschläge in Auftrag gegeben. Der Förderverein freut sich sehr, mit dieser Spende hier helfen zu können.

Elke Ditter (links), Vorstandsvorsitzende des Vereins empfängt die Spendenzusage von Alex Tempels (rechts)

Bensheim, Februar 2021

Vorstand des Förderverein Hilfen für Wohnungslose dankt allen Spendern und Unterstützern

Zum Jahresende bedankt sich der Förderverein Hilfen für Wohnungslose e.V. für die große Unterstützung, die gerade in den letzten Wochen dem Verein zuteil wurde.

Viele Menschen sind dem Aufruf im November gefolgt und haben uns mit Decken, Zelten, Iso-Matten, Lebensmitteln, Hygieneartikeln und finanziellen Mitteln unterstützt. Die gemeinsame Weihnachtsgeschenkaktion konnte durch die Vermittlung von Harry Hegenbarth mit großzügigen Spenden sowohl des Inner Wheel Club Bensheim-Lampertheim in Höhe von € 1.000,–  als auch des Rotaryclubs Bensheim/Heppenheim in Höhe von € 6.000,– in Angriff genommen werden. Dafür danken wir ganz herzlich.

So war es möglich, 200 Rucksäcke reichlich zu füllen, die dieses Jahr als Geschenke an wohnsitzlose Menschen verteilt werden und die bisherige Weihnachtsfeier ersetzt hat. Die traditionelle Weihnachtsfeier musste aus aktuellem Anlass leider abgesagt werden. Auch allen Einzelspendern sagen wir unseren Dank!

Alternativprogramm zur traditionellen Weihnachtsfeier – von rechts nach linke: Bernd Koch, Vorsitzender Rotary Club Bensheim/Heppenheim; Dr. Rolf Schwabenland, Rotary Club Bensheim/Heppenheim; Harry Hegenbarth vom Team Showmaker,, Stefan Steinhoff, Rotary Club Bensheim/Heppenheim; Björn Metzgen-Meuer,Leiter des Zentrums für Wohnungslose in Bensheim; Siegfried Heinz, Rotary Club Bensheim/Heppenheim; Doris Mäurer, Vorsitzende von Inner Wheels Bensheim-Lampertheim; Elke Ditter, Vorsitzende Förderverein Hilfen für Wohnungslose. Mit der freundlichen Genehmigung von Thomas Neu/Fotograf
200 Rucksäcke reichlich gefüllt mit Dingen des täglichen Bedarfs aber auch einem Essensgutschein, einlösbar in verschiedenen Imbissen und Lokalen, ein Tütchen Tabak, Taschenwärmer, Wollsocken und Weihnachtsplätzchen (u.a.). Bei der Befüllung wurde aber darauf geachtet, dass der Inhalt für drei verschiedene Zielgruppen adäquat kombiniert ist. Beschenkt werden Menschen ohne Wohnung, Personen in prekären Wohnungssituationen und bedürftige Familien.

Die nächste Aufgabe des Vereins wird die Neueinrichtung der Wiedereingliederungsappartements sein. Diese Kleinwohnungen helfen, sich wieder an Wohnen in separaten Räumen zu gewöhnen. Das Haus wurde vor 20 Jahren bezogen. Ein Austausch der bisherigen Möbel ist nach Auskunft der Diakonie dringend nötig. Das neue Jahr wird neue Herausforderungen bringen, die hoffentlich genauso wie in der Vergangenheit gemeistert werden.

Mit einer Unterstützung aller ist auch das bestimmt möglich.

Fotopilotprojekt des Förderverein Hilfen für Wohnungslose e.V

„Meine Lebenswelten -meine Perspektive“ – unter diesem Motto steht ein Fotoprojekt des Förderverein Hilfen für Wohnungslose eV. Dieses partizipative Projekt macht den Menschen ohne Obdach und Wohnung oder den Menschen in anderen prekären Lebens -und Wohnsituationen zum kreativen Gestalter, indem sogenannte wieder verwendbare „Simple Use Kameras“ an sie ausgehändigt werden. Mit diesen Kameras sollen sie ihren Alltag abbilden und so authentische und individuelle Eindrücke ihrer Lebenswelten und ihres Alltags vermitteln. In zwei Phasen sollen insgesamt 30 Kameras ausgehändigt werden. Die erste Phase mit zehn Kameras ab Dezember 2020 und die zweite Phase im Frühjahr/Frühsommer 2021 mit 20 Kameras. Anstoß zu dem Projekt hatte ein Mitglied des Fördervereins, selbst begeisterter Analogfotograf und auch Mitglied der Lomografischen Gesellschaft AG/Wien, die die Kameras für dieses Projekt spendete (www.lomography.de/homes www.lomography.com ). Die ersten Kameras wurden bereits verteilt (siehe Fotos):

Michael Bensch (links) und Marcus Veith (rechts) waren sofort mit Begeisterung dabei!
Monja Kessler freut sich riesig, bei dem Pilotprojekt mitzumachen. „Das ist was für meine kreative Ader“, so Monja.
(Fotos by: R. Müggenburg; Copyright)

Eine Ausstellung der einzelnen Werke ist für 2021 geplant.

Update 4. Juni 2021: Korona bedingt ruht das Projekt zur Zeit. Ab Juli kann es allerdings wieder anlaufen. Es ist angedacht eine permanente Foto-Arbeitsgruppe einzurichten, die eine regelmäßigere Betreuung durch den Projektleiter ermöglicht.

Wohnunglose unterstützen

November 2020

Wie bereits informiert fällt der schon seit 1997 traditionelle Info-Stand des Fördervereins Hilfen für Wohnungslose im November aus aktuellem Anlass leider aus. Viele Menschen in Bensheim haben diesen Termin schon erwartet, auch um Kleidung zu spenden. Das Zentrum der Diakonie, in dem die Kleidung sortiert und ausgegeben wird, hat zurzeit keine Möglichkeit, weitere Kleidungsspenden anzunehmen. Es wird also gebeten, die Kleidung im Moment auch nicht im Zentrum abzugeben.

Was allerdings dringend benötigt wird sind Dinge, die zum Draußenleben und -schlafen benötigt werden:

  • Zelte, Isomatten, Schlafsäcke
  • Wolldecken, Campingkocher und Töpfe
  • Gaskartuschen, Reiserucksäcke, Outdorequimpment
  • Notfallernährung, lagerfähige Lebensmittel, Konserven
  • Kaffee, Tee, H-Milch
  • Zucker, Schokolade, Tabak
  • Hygieneartikel, Rasierer, Rasierschaum
  • WLAN fähige Endgeräte, Smartphones, Tablets, Powerbanks.

Das Zentrum der Wohnungslosenhilfe, Am Weidenring 35 bittet um telefonischen Kontakt unter 06251/58480, damit aufgrund der Besuchseinschränkungen eine kontaktlose Übergabe organisiert werden kann. Der Förderverein steht ebenfalls zur Verfügung: mit der Vorsitzenden Elke Ditter kann unter Telefon 06251/789780 Kontakt aufgenommen werden.

Weitere Info unter: http://www.diakoniebergstrasse.de/zentrum-der-wohnungslosenhilfe/

Sozialpreis für die Wohnungsnotfallhilfe

BERGSTRASSE Nach dem Sozialpreis der Jusos Bergstraße für die Schülerbetreuung der Wingertsbergschule Lorsch (wir haben berichtet) hat nun auch die Wohnungsnotfallhilfe diese Auszeichnung der Jungsozialisten erhalten. Damit würdigt die Nachwuchsorganisation der SPD bereits im fünften Jahr Projekte und Initiativen, die sich in besonderer Weise um integrative, soziale oder bildungsorientierte Belange kümmern, heißt es in einer Pressemitteilung. In diesem Jahr wurde die Ehrung erstmals aufgeteilt. Wohnungsnotfallhilfe und Schülerbetreuung konnten sich jeweils über 150 Euro Preisgeld freuen.

Bewusstsein stärken

Wir wollen mit dem Sozialpreis unsere Wertschätzung gegenüber der Arbeit im Zentrum der Wohnungslosenhilfe zum Ausdruck bringen und das Problembewusstsein für das Thema Wohnungslosigkeit stärken“, sagte der Juso-Vorsitzende Philipp Ofenloch beim Besuch in den Räumen der Einrichtung der Diakonie Bergstraße in Bensheim. Zu Gast waren dabei auch der SPD-Kreisvorsitzende Marius Schmidt und Landtagsabgeordnete Karin Hartmann. Im Zentrum der Wohnungslosenhilfe wird Durchwanderern eine Übernachtungsmöglichkeit geboten und entschlossenen Aussteigern die Chance zum Wiedersesshaftwerden geboten.

Bei einem kleinen Rundgang durch die Einrichtung informierte Björn Metzgen-Meurer, Leiter des Zentrums, das Hilfsangebot. „In unserem Haus befinden sich eine Tagesaufenthaltsstätte, sechs Mehrbettzimmer zum Übernachten, zehn Einzel-Appartements zur Wiedereingliederung, ein Beschäftigungs-Projekt in der Landschaftspflege für die Stadt Bensheim und die Fachberatungsstelle“, erklärte Metzgen-Meuer. Eines der Zimmer im Übernachtungshaus ist für Frauen vorgehalten, ein weiteres für Durchwanderer mit Hund, und ein Zimmer für kranke und körperlich beeinträchtigte Übernachtungsgäste.

Die Mitarbeiter des Sozialdienstes im Haus stehen den Besuchern für Einzelgespräche zur Verfügung und helfen bei Fragen und Problemen. „Wir versuchen Arbeit zu vermitteln und helfen bei der Wohnungssuche, was sich oft als schwierig herausstellt. Nicht zuletzt auch, weil sozialer Wohnraum an der Bergstraße für diesen Personenkreis nicht vorhanden ist“, so Metzgen-Meurer.

Darüber hinaus unterstützt das Zentrum der Wohnungslosenhilfe beim Kontakt mit Ämtern oder der Realisierung von Sozialhilfe-rechtlichen Ansprüchen. Mit dem Angebot der stationären Wiedereingliederung bietet das Zentrum der Wohnungslosenhilfen zudem Wohnungslosen eine Möglichkeit, sich im Rahmen einer Wiedereingliederungsphase über die Dauer von bis zu zwei Jahren für ein ganz normales Leben in der Gesellschaft fit zu machen. Hierfür stehen in der Einrichtung 14 Plätze zur Verfügung.

Ein ernsthaftes Problem

Die Genossen sehen sich durch ihren Besuch in der Wohnungsnotfallhilfe vor allem in einer Sache bestätigt: Auch im Kreis Bergstraße gibt es zu wenig bezahlbaren und sozialen Wohnraum. „Wohnungsnot ist ein ernsthaftes Problem in unserer Gesellschaft. Daher müssen wir den öffentlich geförderten Wohnungsbau ausbauen und die Zahl preisgebundener Wohnungen im Kreis Bergstraße wieder erhöhen“, so Ofenloch abschließend. red

© Bergsträßer Anzeiger, Freitag, 09.11.2018